Maget bei Sozialempfang in Pfaffenhofen: "Nicht nur Banken, sondern vor allem die Sozialbranche ist System relevant!"

Regionalpolitik

Franz Maget im Anschluss an seinen Vortrag hier im Gespräch mit Führungskräften der Bildungs- und Behindertenarbeit

Zu einem Empfang für haupt- und ehrenamtliche Führungskräfte der sozialen Branche in der Region hatte am Dienstag die bayerische SPD-Landtagsfraktion und der Kreisverband der SPD in den Hofbergsaal Pfaffenhofen eingeladen.

Kreisvorsitzender Markus Käser freute sich neben dem Pfaffenhofener Bürgermeister Herker (SPD) knapp 90 ehrenamtlich und hautpamtlich engagierte Gäste aus allen Bereichen des Sozialwesens, wie beispielweise die Kliniken der Region, Kinderbetreuungs- und Fördereinrichtungen, Schulen, Unternehmen des fairen Handels aber auch Vereine und Verbände wie Mitglieder der freiwilligen Feuerwehren, Vertriebenen- oder Sozialverbände, begrüßen zu dürfen.

Käser bedankte sich bei Franz Maget, heute Vizepräsident des Bayerischen Landtages, und der SPD-Landtagsfraktion für die Durch-führung des Sozialempfanges in Pfaffenhofen und stellte daraufhin kurz die Arbeit des vor zwei Jahren neu besetzten Kreisverbandes und dessen Schwerpunkte vor.

„Nichts kann so wichtig sein, wie die Zukunft unserer Kinder und unser solidarisches Zusammenleben. Soziale und ökologische Themen sind deshalb auf unserer Prioritätenliste ganz klar die Nummer 1. Lasst uns in diesem Sinne den hier begonnen Dialog fortsetzen“. Der Kreisvorsitzende kündigte daraufhin an, in den nächsten zwei Jahren alle anwesenden Einrichtung zu besuchen oder persönlichen Kontakt aufzunehmen, sowie die Durchführung von Pilotprojekten für soziale Innovationen im Landkreis, wie beispielsweise die Ferienbetreuung für Schulkinder oder die Einführung einer Gemeinschaftsschule voranzutreiben. Auch äußerte er sich unzufrieden über das Vorgehen des Regionalmangements in der Region 10 und über, aus Sicht der SPD, das undemokratische Verfahren des IRMA Präsidiums zur Einführung einer Dachmarke:
„Wer unverrückbar behauptet, eine Botschaft wie >Ingolstadt-Land-Plus< trägt zur Stärkung und zur Verbindung unserer Region bei, dessen Herz schlägt nicht für die Region, sondern offenbar für andere Interessen!" Er betonte in dieser Sache nochmals die Haltung der Kreis-SPD: „Wir stehen absolut zur Notwendigkeit und Sinnhaftigkeit von Regionalmanagement als Teil der Landesentwicklung und vor allem zur Stärkung des ländlichen Raumes in unserer Region, aber wir lassen es nicht zu, dass hier Wenige über unser aller Identiät entscheiden wollen und einem großen Teil der Bevölkerung mit diesem Vorgehen ihre demokratischen Spielräume genommen werden".

Der Hauptredner des Abends, Vizepräsident des Bayerischen Landtages, Franz Maget (SPD) bedankte sich, in seiner frei gesprochenen
Rede, im Namen der SPD-Landtagsfraktion bei allen Anwesenden für ihre Leistungen und wies auf deren wichtige Rolle im Gemeinwesen hin.
„Nicht nur die Banken, sondern vor allem die Mitarbeiter der soziale Branche, welche jeden Tag Dienstleistungen am Menschen erbringen, sind System relevant! Ohne ihr ehrenamtlich oder hauptamtliches soziales Engegement würde unser System von heute auf morgen komplett zusammenbrechen!", sprach er den Anwesenden großen Respekt und Anerkennung der Landtagsfraktion aus.

Ebenso ging er kurz und verständlich auf, aus Sicht der SPD, aktuelle Problemlagen der Sozialpolitik ein. „Wir müssen unser solidarisches Gesundheitssystem, eines der besten der Welt, schützen und alles tun um hier nicht das soziale Gleichgewicht zu verlieren. Wir sagen deshalb nein zur Kopfpauschale. Sozialer Fortschritt geht nur gemeinsam“, so Maget zur Gesundheitspolitik der Bundesregierung und zur Bürgerversicherung,
dem entsprechenden Gegenkonzept der SPD.

“Auch die Schere zwischen Arm und reich wird täglich größer. Wir sind deshalb weiterhin hartnäckig, wenn es um die Einführung von flächendeckenden Midestlöhnen geht. Nur so können wir die bereits heute schon spürbare Altersarmut in Zukunft abmildern und verhindern! Vor allem viele Rentner leben heute schon an der Existenzgrenze. Beispielsweise müssen Frauen im Ruhestand auch in Bayern mit durchschnittlich rund 500 Euro Rente auskommen. Diese Tendenz darf sich nicht fortsetzen!“

Am Ende seiner Ausführungen empfahl Franz Maget den Anwesenden die Lektüre des Sozialberichtes des Sozialministeriums, welcher jährlich und auf Anregung der Landtags-SPD von der Staatsregierung herrausgegeben wird und an den Tischen als Broschüre zum Mitnehmen auslag.

Viele Gäste nutzen dann nach einer kurzen Diskussion im Anschluss bei einer bayerischen Brotzeit die Gelenheit zum Austausch untereinander, wie auch zum Gespräch mit den Anwesenden SPD-Politikern. „Ich nehme wieder viele gute Anregungen, wie beispieslweise das Problem zu hoher Essenspreise in unseren Schulen oder die Finanzierungsschwierigkeiten der Inklusionspraxis in der Behindertenarbeit, in den Bayerischen Landtag mit! Es war ein fruchtbarer Abend!“, zog Franz Maget ein erfreuliches Resümee des Empfanges, welcher laut Markus Käser auch im 2011 wieder stattfinden wird.

 

Homepage SPD Kreisverband Pfaffenhofen

 

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